Was unterscheidet die Homöopathie von der herkömmlichen Medizin?

Konventionelle Medizin basiert in erster Linie auf dem Konzept von Krankheit und krankmachenden Einflüssen. Die daraus entstehenden Symptome werden behandelt. Die Hauptaufgabe besteht nach der entsprechenden Diagnostik darin, die Funktionseinbussen des Patienten zu eliminieren.

Die Homöopathie betrachtet die Symptome als Zeichen einer tieferen Unstimmigkeit im Organismus, welche die ganze Person betrifft und nicht nur ein oder zwei Körpersysteme. Deshalb wird die Behandlung individualisiert. Das heisst, zwei Personen mit demselben Leiden werden wahrscheinlich nicht dasselbe Arzneimittel erhalten. Die Behandlung wirkt als Katalysator, der die körpereigenen Selbstheilungskräfte stimuliert, um so die Balance im Körper selbst wieder herzustellen.
Dabei integriert die Klassische Homöopathie sowohl Fragen der Pathogenese (Krankheitsentstehung) als auch die Aspekte der Salutogenese (Gesundheitsentstehung).

Desweiteren wird in der Homöopathie die aktive Mitarbeit des Patienten stärker beansprucht als in der üblichen Medizin. Die entscheidenden Anhaltspunkte zu Mittelfindung und Verlaufsbeurteilung beruhen in hohem Masse auf den Angaben des Patienten. Wer sich zu einer homöopathischen Behandlung entschließt, ist somit bereit, für die eigene Gesundung aktiv zu werden und damit auch Verantwortung für sein Wohlergehen zu übernehmen.

Ein wesentlicher Unterschied in der Behandlungsstrategie besteht weiterhin darin, dass bei guter homöopathischer Therapie die Disposition oder Empfänglichkeit  für ein bestimmtes Krankheitsgeschehen verringert oder gar beseitigt werden kann. Somit kommt die Klassische Homöopathie ebenso der Forderung einer erhöhten Nachhaltigkeit, wie einer effizienten Kostendämpfung im Gesundheitswesen nach.