Was sind homöopathische Arzneien?

Als Ausgangsstoffe für homöopathische Arzneimittel werden Substanzen aus der Pflanzenwelt, wie zum Beispiel Arnika, Rittersporn oder Eisenhut verwendet. Auch Substanzen mineralischen oder metallischen Ursprungs, wie beispielsweise Kochsalz, Kalk oder Gold  werden eingesetzt. Schliesslich werden auch Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs, wie Schlangen- und Insektengifte, verarbeitet.

Die einzelnen Ausgangsstoffe der Arzneien werden nach strengen Vorschriften (HAB) zu sogenannten Urtinkturen verarbeitet. Substanzen, die nicht wasser- oder alkohollöslich sind, werden mit Milchzucker in einem Mörser so lange verrieben, bis auch sie in Flüssigkeit löslich sind. So entstehen die Tinkturen, die für die Weiterverarbeitung zu homöopathischen Arzneimitteln benötigt werden.
In der nun folgenden schrittweisen Verdünnung der Urtinkturen mit Wasser und Alkohol werden die unterschiedlichen Potenzstufen der Arzneien hergestellt.

Mit dem Ziel, auch hochgiftige Substanzen ohne die gefürchteten Nebenwirkungen anwenden zu können, begann Samuel Hahnemann damals seine Arzneimittel zu verdünnen und zu verschütteln. Dieser Vorgang in der Arzneimittelherstellung wird Potenzierung und Dynamisierung genannt.
So bekommt beispielsweise eine 6 mal im Verhältnis 1:10 verdünnte und nach Vorschrift verschüttelte Arznei die Zusatzbezeichnung D6 oder ein Mittel dass 30 mal im Verhältnis 1:100 potenziert wurde den Zusatz C30.

Homöopathische Arzneimittel gibt es in Form von Globuli ("Kügeli"), Tropfen, Tabletten und in Pulverform.